Drucken

Plau am See

Veröffentlicht in Städte und Dörfer

Brücke Plau am SeePlau am See liegt zwar genau genommen nicht am See, aber dafür an der Elde und lohnt einen Besuch.

 

Irgendwann Anfang der neunziger Jahre muss es den Stadtoberen der Stadt Plau aufgefallen sein, dass man sich mit dem Zusatz „am See“ besser vermarkten kann. So erhielt der Ort am 11. Januar 1994 den schmückenden Beinamen und heißt seitdem Plau am See. Ein kluger Gedanke: Plau hat sich zu einem respektablen Fremdenverkehrsort gemausert.

 

Ein kurzer Abriss der Geschichte der Stadt: Hervorgegangen aus einer slawischen Siedlung, erlebte die Stadt im 13. Jahrhundert ihre erste Blüte und bekam die Stadtrechte verliehen. Im 16. Jahrhundert wurde die Stadt zur Festung ausgebaut, was sich als Unglück erwies, als im 30-jährigen Krieg die schwedischen Heere vorbeizogen. Kurze Zeit später wütete auch noch die Pest. Aus den Geschehnissen gelernt, schliffen die Einwohner von Plau die Festung. Übrigens ohne Genehmigung durch den Herzog. Klugerweise ließen sie den Burgturm stehen, der heute noch als Wahrzeichen über der Stadt thront.

 

Wirtschaftlicher Aufschwung ist erst wieder aus dem 19. Jahrhundert dokumentiert. Es siedelten sich Manufakturen an. Der Handel kam zu einer Blüte. Begünstig wurde dies durch die Aktivitäten der Elde-Actien-Societät, die Mitte des Jahrhunderts begann die Flüsse der Region schiffbar zumachen und Kanäle zwischen den bestehenden Wasserstraßen anzulegen.

 

Burg Plau am SeeNach dem zweiten Weltkrieg wurden – wie im restlichen Mecklenburg – Landwirtschaft und Industrie verstaatlicht. Nach der Wende profitierte die Stadt erheblich von Sanierungsprogrammen des Bundes mit dem Ergebnis, dass die Altstadt heute ein reizvoller Anblick ist. Industrie gibt es in der Stadt kaum noch. Der Tourismus ist Hauptwirtschaftszweig.

 

Highlight in Plau am See ist sicherlich die Promenade rund um die Elde. Die vielen unter Denkmalschutz stehenden Häuser und der Flusslauf ergeben ein schönes Bild. Anschauen sollten man sich auf alle Fälle die Brücken, insbesondere die Hubbrücke. Besichtigen kann man auch den alten Plauer Burgturm, der mittlerweile ein Museum beheimatet. Der Turm bietet einen wundervollen Blick ostwärts auf den Plauer See.

 

Anfahrt von Krakow am See: Einfach südwärts auf der B 103, Entfernung 22 Kilometer.

 


Diese Artikel interessieren Leser, die sich für Plau am See interessiert haben: