Welche Märkte wollen beworben werden? Aus welchen Ländern kommen ausländische Touristen nach Mecklenburg-Vorpommern? Man unterscheidet da zwischen unwichtig, bisschen wichtig und wirklich wichtig.
Marktforschung beginnt am Parkplatz. Ich persönlich schaue ja immer auf dem Parkplatz bei EDEKA in Krakow am See auf die Auto-Kennzeichen und mache meine eigene Urlauberstatistik. Dann habe ich einen Überblick darüber, woher die Gäste am Krakower See kommen. Weil ich ein neugieriger Mensch bin, drehe ich eigentlich immer meine Runde, bevor ich einkaufe.
Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern kommt hat da natürlich andere Möglichkeiten, speziell die offizielle Übernachtungsstatistik bei den Gäste im Hotel oder Ferienhaus erfasst werden. Er kommt aber zu den gleichen Ergebnissen wie meine Routinerunde auf dem Parkplatz.
Erstes Ergebnis: Deutsche, die ihren Urlaub an der Mecklenburgischen Seenplatte verbringen, stellen über 90 Prozent der Gäste. (Ergebnis Parkplatzanalyse)
Zweites Ergebnis: Die meisten Gäste kommen aus den so genannten fünf neuen Bundesländern. Ebenso festgestellt beim Studium der Kfz-Kennzeichen.
Drittes Ergebnis: Die wenigen ausländischen Gäste kommen aus den Niederlanden, Skandinavien oder der Schweiz. Das hatte ich auch schon bemerkt. Jetzt bestätigen mich die offiziellen Zahlen.
Der Tourismusverband unterteilt bei den Herkunftsländern ausländischer Touristen, die an die Seenplatte oder die Ostsee reisen Nach A-Ländern, B-Ländern und C-Ländern. Die A-Länder (wie oben genannt Niederlande, Skandinavien und Schweiz) bringen es mittlerweile auf über 100.000 Übernachtungen.
Wirklich neu für mich waren die neuen B-Länder, also Herkunftsländer, von denen man mehr ausländische Gäste erwartet. Diese sind Österreich, Polen und Großbritannien. Alle anderen Länder fallen in die C-Gruppe und haben fast keinerlei Bedeutung für den Tourismus in Mecklenburg.
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